Voltex - Braune Wanne

1.500.000 m² Voltex wurden bereits erfolgreich von unseren Kunden verbaut.

Oftmals bleibt bei der Planung von wasserundurchlässigen Bauwerken (WU-Bauwerken) unberücksichtigt, dass es sich dabei nicht um einen Baustoff, sondern um eine Bauweise handelt.

Nur durch das Zusammenwirken von Betonrezeptur, Rissweiten beschränkender Bewehrung ("Weisse Wanne") oder einer äußeren Abdichtung ("Braune Wanne"), sowie unter Beachtung konstruktiver Maßnahmen für die Ausbildung von Arbeitsfugen und Bewegungsfugen, entsteht das gewünschte wasserundurchlässige Bauwerk. 

Der Begriff "Braune Wanne" leitet sich von der Braunfärbung des Bentonits ab. Die braune Wanne ist ein Abdichtungssystem, das bei den Lastfällen aufstauendes Sickerwasser und drückendes Wasser eingesetzt wird. Bei der "Braunen Wanne" werden die mit dem anströmendem Wasser in Berührung kommenden Gebäudeteile erdseitig in Bentonitbahnen gehüllt. Die abdichtende Funktion übernimmt das Bentonitgranulat, das in geotextilen Trägerbahnen eingewebt ist. Die Dichtwirkung des Bentonits beruht auf seiner hohen Quellfähigkeit. Erfolgt diese Quellung innerhalb eines begrenzten Volumens (z.B. in einer Dichtungsschicht), entsteht ein Quelldruck, der mehrere bar erreichen kann und der ein weiteres Durchdringen des Wassers verhindert. Das vorher trockene Bentonit hat sich in eine gelartige Substanz verwandelt.

Wesentlich bei der "Braunen Wanne" ist: 

  • Die Qualität des verwendeten Bentonits. Natürliches Natriumbentonit ist das für die Bauwerksabdichtung qualitativ hochwertigste.
  • Notwendige Masse an Bentonitgranulat muss vorhanden sein.
  • Das Bentonit muss unverschiebbar in die Matte eingebunden sein und auch bei vertikaler Anwendung in seiner Lage bleiben.
  • Die Bentonitmatte muss in den Frischbeton einbinden und mit diesem eine untrennbare Einheit bilden - so werden Hinterläufigkeiten ausgeschlossen

Die "Braune Wanne" ist ein diffusionsoffenes System. Durch den extrem niedrigen Durchlässigkeitsbeiwert von 10-11 m/s ergibt sich jedoch ein wesentlich geringerer Wasserdampfdurchgang, als bei der Weissen Wanne. So entsprechen 5 mm Bentonit in etwa 50 cm Normalbeton. Im Gegensatz zur "Schwarzen Wanne", ist die Verlegung der "Braunen Wanne" von der Witterung unabhängig, sie ist einfach und fordert keine spezielle Untergrundbehandlung. Auch Restfeuchte des Untergrundes oder der Konstruktion sind ohne Bedeutung. Ein zusätzlicher Schutzbeton entfällt.

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Bentonite sind Tone, die zum größten Teil aus dem Tonmineral Montmorillonit bestehen. Bentonit erhielt seinen Namen von seinem ersten Fundort, Fort Benton, Wyoming (USA). Auch heute befinden sich dort die einzigen abbauwürdigen Vorkommen von natürlichem Natriumbentonit.
Bentonite gehören zu den Dreischichtsilikaten, die auch Smektite genannt werden. Die Tonkristalle bestehen aus einzelnen Schichtpaketen mit einer nicht ausgeglichenen Ladungsverteilung.
Die negative Ladungsverteilung zwischen den Schichtpaketen wird durch Anlagerung von austauschbaren Kationen, meist Kalzium- oder Natriumionen kompensiert. Bei Zutritt von Wasser haben die Ionen das Bestreben zu hydratisieren und damit Wasser zwischen den Schichten einzulagern und durch Ionenaustausch elektrisch zu binden. Dadurch wird der Abstand der Elementarschichten des Minerals vergrößert, was die hohe Quellfähigkeit von Bentoniten verursacht. Dieser Vorgang wird "innerkristallines Quellen” genannt.

Man unterscheidet – auf Grund der eingelagerten Ionen – verschiedene Bentonite:

Für die Bauindustrie interessant sind Kalziumbentonite, Aktivbentonite und natürliche Natriumbentonite.
Kalziumbentonite, die auch in Europa abgebaut werden, finden unter anderem in Form von Stützflüssigkeit im Schlitzwand- und Bohrpfahlbau Verwendung. Auch werden die häufiger vorkommenden Kalziumbentonite durch nachträglichen Ionenaustausch in Natriumbentonite (Aktivbentonite) umgewandelt. Das für die Abdichtung von Bauwerken qualitativ hochwertigste ist das natürliche Natriumbentonit, das 2fach positiv geladene Natriumionen besitzt und wesentlich stabiler ist als Aktivbentonit. Von der Braunfärbung des Bentonits leitet sich auch der Begriff "Braune Wanne" ab.

Das Voltex-Abdichtungssystem wurde speziell zur Abdichtung von Stahlbetonbauwerken gegen drückendes Wasser im Hoch- Tief- und Ingenieurbau entwickelt. Voltex besteht aus 2 Lagen Geotextilien mit eingebundenem natürlichen Natriumbentonit. Voltex wird bevorzugt
im System Braune Wanne verlegt. Das granulierte Natriumbentonit ist durch die Vernadelung der Geotetextilien fest und unverschiebbar in der Abdichtungsmatte eingebunden.

Das getrocknete und granulierte Natriumbentonit wird auf die geotextile Bahn aufgebracht und anschließend mit der Zweiten verwebt.
Das eingewebte Natriumbentonit ist ein ökologisch unbedenklicher Stoff, und wird bei der Herstellung der Bahnen chemisch nicht verändert.

Die Voltex-Bahnen werden auf der Sauberkeitsschicht ausgerollt und mit 10 cm Überlappung verlegt. Die Voltex-Bahnen werden zur Lagesicherung untereinander verklammert. Bodenplatten mit Kanten und Ausnehmungen können problemlos hergestellt werden.

Im Bereich der Bodenplattenabschalung sind die Voltexbahnen bis zur Oberkante der Platte zu ziehen und zu befestigen. Der Übergang zwischen Bodenplatte und Wand wird erst nach dem Ausschalen der Wände fertig gestellt! 

Die Arbeitsfugen sind zu sichern, z.B. contaflexactiv ACF 125 (Fugenblech mit aktiver Beschichtung und Montagefuß). Es sind auch Injektionsschläuche, Fugenbänder oder Quellbänder möglich.

Die Voltex-Bahnen werden an der Innenseite der äußeren Wandschalung mechanisch befestigt (Nagelung). Die Bahnen werden mit 10cm Überlappung verlegt. Im Überlappungsbereich werden die Voltex-Bahnen verklammert. Die Arbeitsfugen sind zu sichern, z.B. contaflexactiv ACS 125 (Fugenblech mit aktiver Beschichtung). Es sind auch Injektionsschläuche, Fugenbänder oder Quellbänder möglich.